Die Leber spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase des Organismus. Im Verlauf des Lebens ist das Immunsystem zeitfensterabhängigen Herausforderungen ausgesetzt, die durch Veränderungen der mikrobiellen und viralen Exposition sowie durch Gewebewachstum gekennzeichnet sind. Dadurch erhöht sich insbesondere in frühen Lebensphasen das Risiko für Infektions- und immunvermittelte Erkrankungen. Junge Kinder sind z. B. anfälliger für chronische Hepatitis-B-Infektionen. Frühere Studien unserer Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass Immunzellen des angeborenen Immunsystems in frühen Lebensphasen in Organen angereichert sind. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Immunzellen, einschließlich NK-Zellen, eine wichtige Funktion bei der Regulation („Editing“) von Immunzellpopulationen in Geweben übernehmen und dadurch Schutz vor Autoimmunität vermitteln können. Dies kann jedoch auch Auswirkungen auf die Kontrolle viraler Infektionen haben.
In diesem Projekt werden die Folgen der Interaktionen zwischen Lymphozyten des angeborenen Immunsystems und Lymphozyten des adaptiven Immunsystems in der Leber im Kontext einer Hepatitis-B-Infektion untersucht. Die Studien basieren auf der Analyse von Beobachtungsstudien, die verschiedene Single-Cell-Omics-Ansätze, computergestützte Analysen sowie innovative, aus Gewebe generierte Organoid-Systeme umfassen. Ziel ist es, die molekularen Interaktionen zwischen Immunzellen sowie Parenchymzellen bei der Gewebe(regeneration), HBV-Infektion und Entzündung zu entschlüsseln.
Ziel des Projekts ist es, zentrale Entwicklungsprogramme zu verstehen, die die Immunentwicklung der Leber regulieren, und Signalwege zu identifizieren, die gezielt genutzt werden können, um chronische HBV-Infektionen zu verhindern.
Ihre Aufgaben:
Die Stelle ist aufgrund einer Drittmittelfinanzierung auf zwei Jahre befristet und zum 01. November 2026 zu besetzen.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Publikationsliste, Zeugnissen und Empfehlungsschreiben.
Wir leben Diversität und schätzen Vielfalt
Wir bieten ein Arbeitsumfeld, das unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft oder Religion gleiche Chancen ermöglicht. Dieses bestätigen wir mit dem Beitritt zur Charta der Vielfalt. Wir streben ausdrücklich eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen an, insbesondere beim wissenschaftlichen Personal in Forschung und Lehre. Gleiches gilt im Falle einer Unterrepräsentation eines Geschlechts im ausschreibenden Bereich. Personen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.