Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für Kernphysik

Technische Universität Darmstadt

In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Wilfried Nörtershäuser ist im Rahmen der Helmholtz Forschungsakademie für FAIR (HFHF) am Institut für Kernphysik der Technischen Universität Darmstadt die Stelle als

Wiss. Mitarbeiter_in - PostDoc (m/w/d)

zum nächstmöglichen Zeitpunkt für eine Laufzeit von zwei Jahren, mit der Möglichkeit zur Verlängerung, zu besetzen.

Die_der Stelleninhaber_in soll Forschungsaufgaben im Arbeitsgebiet „Experimentelle Atom- und Kernphysik radioaktiver Nuklide“ übernehmen.

Das Institut für Kernphysik beherbergt 15 Arbeitsgruppen mit rund 280 Angehörigen, die auf dem Gebiet der experimentellen und theoretischen Kernstrukturphysik, der nuklearen Astrophysik, der QCD-Materiephysik sowie der Laser- und Plasmaphysik arbeiten. Das Institut für Kernphysik ist eines der größten seiner Art weltweit mit höchster internationaler Reputation.

Die_der Stelleninhaber_in soll Laserspektroskopie an hochgeladener Ionen mit dem Ziel des Tests der Quantenelektrodynamik im Bereich leichter und schwerer Kerne, sowie der rein optischen Bestimmung von Kernladungsradien durchführen und die Prototypen-Entwicklung einer laserbasierten Hochspannungsmessung für wissenschaftliche und metrologische Anwendungen vorantreiben. Ausgeführt werden sollen diese Arbeiten vorwiegend an den Speicherringen und Fallenanlagen bei FAIR/GSI und an der kollinearen Apparatur für Laserspektroskopie und angewandte Physik (KOALA) am Institut für Kernphysik. Dazu soll die_der Stelleninhaber_in das vorhandene Forschungsgroßgerät KOALA sowie die laserspektroskopischen Einrichtungen bei GSI/FAIR weiterentwickeln und daran durchzuführende Forschungsarbeiten betreuen und eigenständig koordinieren. Eine weitere Schärfung des wissenschaftlichen Profils ist im Rahmen der FAIR Phase 0 durch die Beteiligung an der Weiterentwicklung und des Einsatzes der kollinearen Laserspektroskopie innerhalb der LASPEC Kollaboration möglich. Die Teilnahme an Testexperimenten und Kernstrukturuntersuchungen im Rahmen gelegentlicher kurzer Aufenthalte an verschiedenen Forschungszentren (z.B. ANL, FRIB, ISOLDE) ist wünschenswert.

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Dissertation, möglichst auf dem Gebiet der Laserspektroskopie an der Schnittstelle zwischen Atom- und Kernphysik. Erfahrungen in der selbständigen Durchführung, Auswertung und Interpretation atom- und kernphysikalischer Experimente sowie in der Leitung von forschungsnahen Projekten werden vorausgesetzt. Entsprechend dem Themenbereich sind Erfahrungen bei der Konzeption und dem mechanischem Aufbau von Apparaturen (Vakuumstrahlstrecken, Ionenquellen), sowie im Umgang mit kontinuierlichen und gepulsten Lasersystemen gewünscht, bevorzugt auf dem Gebiet der kollinearen Laserspektroskopie. Erfahrung mit der Laserspektroskopie an Speicherringen, mit Elektronenstrahl-Ionenquellen oder Penningfallen sind ebenfalls vorteilhaft.

Kenntnisse gebräuchlicher Simulationsprogramme für Ionentrajektorien, gründliche Erfahrung mit CAD-Software, erweiterte Grundkenntnisse in Elektronik und Laserstabilisierungs-Methoden und der routinierte Umgang mit im wissenschaftlichen Bereich üblicher Datenauswertungs-Software sind erforderlich.

Darüber hinaus sind Kenntnisse und Erfahrungen in der Betreuung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, bei der Durchführung von Lehrveranstaltungen sowie im administrativen Bereich, z.B. bei der finanziellen Abwicklung von Projekten oder auch dem Laserschutz, von Vorteil.

Aufgrund des Aufgabenbereichs sind eigenständiges Arbeiten, ein zielstrebiges Projektmanagement und die Betreuung von Studierenden/Mitarbeitenden bei alltäglichen Laborarbeiten und zur Anfertigung von Abschlussarbeiten Grundvoraussetzung. Erfahrungen im akademischen Bereich oder in der Industrie nach dem Abschluss der Dissertation sind erwünscht. Aufgrund der mit der Stelle verbundenen Lehrverpflichtung wird eine Beteiligung an vorlesungsbegleitenden Lehrveranstaltungen erwartet.

Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV - TU Darmstadt). Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Bewerbungen (in Englisch) mit Lebenslauf (einschließlich einer Publikationsliste), Motivationsschreiben, sowie Abschusszeugnissen richten Sie bitte in elektronischer Form (als eine pdf Datei) unter Angabe der Kenn-Nummer an den geschäftsführenden Direktor des Instituts für Kernphysik, Herrn Professor Dr. Dr. h.c. mult. Norbert Pietralla (gd@ikp.tu-darmstadt.de). Für inhaltliche Fragen zu dieser Position kontaktieren Sie bitte Professor Dr. W. Nörtershäuser (wnoertershaeuser@ikp.tu-darmstadt.de)

Mit dem Absenden Ihrer Bewerbung willigen Sie ein, dass Ihre Daten zum Zwecke des Stellenbesetzungsverfahrens gespeichert und verarbeitet werden. Sie finden unsere Datenschutzerklärung auf unserer Homepage.

Kenn-Nr. 502

Veröffentlicht am

20. August 2021

Bewerbungsfrist

17. September 2021

Bewerben