Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für Humanmedizin

Carl Von Ossietzky Universität Oldenburg

In der Abteilung für Allgemeine und Klinische Immunologie (Department für Humanmedizin) der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle eines/einer

Wissenschaftlichen Mitarbeiters / Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d)

(Entgeltgruppe E13 TV-L)

für drei Jahre in Teilzeit (65 %) zur Promotion zu besetzen.

Das zugrundeliegende wissenschaftliche Projekt mit dem Titel Die Rolle von pro-inflammatorischen CD20+ T-Zellen für die Progression der Multiplen Sklerose während der systemischen, langfristigen CD20+ B-Zell-Depletionstherapie wird durch den Forschungspool der Universität Oldenburg gefördert.

In der Abteilung für Allgemeine und klinische Immunologie befassen wir uns mit der Analyse von Pathomechanismen bei systemischen Autoimmunerkrankungen, der Entstehung von sterilen Entzündungsstörungen, der Infektabwehr oder der Progression von Hauttumoren. Bei all diesen Prozessen spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle und ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden zellulären und molekularen Prozesse stellt eine Voraussetzung für die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen dar.

Im Rahmen dieses Projekts sollen Phänotyp und Funktion von Immunzellpopulationen untersucht werden, die für die Pathophysiologie der Multiplen Sklerose eine Rolle spielen. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, autoimmun-entzündliche und degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Pathophysiologisch galt die MS in der Vergangenheit als primär T-Zell-vermittelte Erkrankung, wobei insbesondere CD4+ T-Zellen eine Rolle spielten. Neuere Forschungsarbeiten legten jedoch eine zentrale Rolle von CD20+ B-Zellen und sogar CD20+ T-Zellen während der Entstehung und Progression der MS nahe, da die Therapie mit anti-CD20 Antikörpern zur Reduktion der ZNS-Läsionen und Frequenz von Schüben führte. Der Schwerpunkt dieses Projekts liegt in einer detaillierten phänotypischen und funktionalen Charakterisierung von CD20+ T-Zellen bei MS-Patienten unter Therapie mit monoklonalen anti-CD20 Antiköpern bzw. einer Vergleichstherapie.

Wir erwarten von Ihnen:

  • Ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Biologie, Biotechnologie, Molekulare Medizin, Pharmazie oder in einer vergleichbaren Fachrichtung.
  • Laborerfahrung im immunologischen, neurobiologischen, zell- oder molekularbiologischen Bereich. Grundkenntnisse in der Durchflusszytometrie, Zellsortierung, in-vivo-Bildgebung, RNA-Sequenzierung oder der Kultur primärer Immunzellen sind erwünscht.
  • Überdurchschnittliches Engagement, Flexibilität und Teamfähigkeit sowie die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten.
  • Die Bereitschaft zur Durchführung von Tierversuchen und Erfahrungen im Umgang mit Versuchstieren (idealerweise FELASA-Zertifikat oder vergleichbar) ist von Vorteil.
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse.

Wir bieten Ihnen:

  • Eine vielseitige und herausfordernde Tätigkeit in einem dynamischen, interdisziplinären und motivierten Team.
  • Sehr gute persönliche und fachliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Mitarbeit an innovativen Projekten in der Grundlagenforschung sowie im klinisch relevanten Bereich.
  • Die Möglichkeit zur Promotion.

Die Carl von Ossietzky Universität strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Aussagekräftige Bewerbungen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und allen Nachweisen werden bis zum 28.02.2021 erbeten an Prof. Dr. K. Loser, Department für Humanmedizin, Abteilung Allgemeine und Klinische Immunologie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, D-26111 Oldenburg, oder vorzugsweise per E-Mail in einerzusammenhängenden PDF-Datei an . Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung die Kennziffer 06/2020-21 an.

Wir weisen darauf hin, dass Bewerbungs- und Vorstellungskosten nicht übernommen werden können. 

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